Der Drachenfels
Der Drachenfels ist ein Berg im Siebengebirge am Rhein zwischen Königswinter und Bad Honnef. Er ist mit einer Höhe von 321 m ü. NN für das Siebengebirge nur ein mittelgroßer Berg, jedoch aufgrund seiner ziemlich abgesetzten Lage (am südlichen Ende des Gebirgszugs) und der Ruine der Burg Drachenfels auf seinem Gipfel der markanteste und bekannteste.
Auf der rheinabwärts gelegenen Seite befindet sich an seinem Königswinterer Hang das Schloss Drachenburg.
Um den Kölner Dom weiterbauen zu können, wurde der Drachenfels im 19. Jahrhundert zum Steinbruch. Vor dem Abbau wurde der Drachenfels 1836 durch teilweisen Ankauf durch die preußische Regierung gerettet, dies wird fälschlicherweise häufig als die erste staatliche Naturschutzmaßnahme bezeichnet.
Aufstieg
Eselsweg
Der traditionelle Aufstieg zum Drachenfels mit der schönsten Aussicht über den sogenannten Eselsweg ist steil. Der Eselsweg wurde vermutlich in Abschnitten schon von römischen Steinmetzen benutzt. Entweder man geht zu Fuß oder reitet auf einem Esel. Die Lasttiere gelten als ein Erkennungszeichen des Drachenfels. Ihnen ist auf der Königswinterer Rheinallee ein Bronzedenkmal gewidmet, das Ernemann Sander geschaffen hat.
Drachenfelsbahn
Wem der Fußweg zu anstrengend ist, der kann die Drachenfelsbahn, die zur Hauptsaison alle 15 bis 20 Minuten pendelt, benutzen.
Alternativwege
Auf Höhe der Mittelstation der Drachenfelsbahn können Fußgänger nach links in einen Feldweg einbiegen. Ab dessen Ende kann nach rechts auf die asphaltierte Versorgungsstraße gewechselt werden, so dass der zweite Teil des Aufstieges nicht mehr so beschwerlich ist.
Ein weiterer, weniger begangener Aufstieg führt durch das Nachtigallental.
Touristische Bedeutung
Bis in die späten 1990er Jahre hinein war der Drachenfels die wichtigste touristische Attraktion Königswinters. Besonders beliebt war er bei Reisenden aus den Niederlanden, was ihm in der Umgebung den Spitznamen „höchster Berg Hollands“ eingebracht hat. In den vergangenen Jahren sind rückläufige Besucherzahlen feststellbar, einige Lokale mussten schließen, und die Attraktionen werben um Sponsoren.
In der näheren Zukunft könnte es wieder eine Steigerung der Besucherzahlen geben: 2005 wurde der neue Bahnhof der Zahnradbahn mit Tourist-Information eröffnet und Schloss Drachenburg wird bis 2007 umfassend renoviert. Zudem wurde im Dezember 2005 das Sea Life am Königswinterer Rheinufer eröffnet. Weiterhin ist der Drachenfels besonders für Silvesterfeiern beliebt.
Der Drachenfels ist der erste Berg auf einem rechtsrheinischen Wanderweg, dem Rheinsteig von Bonn nach Wiesbaden.
Landwirtschaftliche Bedeutung
Die Rebhänge des Drachenfelsens zwischen Königswinter und Rhöndorf stellen eines der nördlichsten Weinanbaugebiet am Rhein dar, nur 5–10 Kilometer weiter nördlich wird in Oberdollendorf und Bonn-Limperich noch Wein angebaut. Drei Weingüter sind in der Region tätig. Die Rebsorte Riesling dominiert, doch auch Gewürztraminer, Scheurebe, Grauburgunder, Dornfelder und Spätburgunder werden angebaut. In den Steillagen werden die Trauben noch komplett von Hand gelesen. Etliche der Weine sind bereits prämiert worden.
Quelle: Wikipedia







